Herbstprüfung beim Schäferhundeverein Bödigheim

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Vielseitigkeitsüberprüfung für Gebrauchshunde

 

Bödigheim. Insgesamt 9 meist vereinseigene Teilnehmer stellten sich am 29. September  den kritischen Augen von Leistungsrichter Michael Ritzi aus Tengen. Als Prüfungsleiter fungierte Hans Blaha. Die schriftliche Vorbereitung oblag der Schriftführerin der Ortsgruppe Sigrid Meixner.

 
 
 

Begonnen wurde die Prüfung mit der Abnahme der  Schutzhundeprüfung, welche in insgesamt 3 verschiedenen Prüfungsstufen (Schwierigkeitsgrade) abgelegt werden kann. Insgesamt hat der Hund jeweils drei Teilbereiche zu absolvieren: Fährtenarbeit, Unterordnung (Gehorsam) und das Stellen eines Scheintäters (Schutzdienst). Die Anforderungen werden je nach Art der Stufe 1-3 erschwert.

Nachfolgend stand noch eine spezielle Fährtenhundprüfungen (FH1) an, bei der der Hund eine ca. 1200 Schritte lange, drei Stunden alte Fremdfährte absuchen muss. Erschwert wird die Fährte dadurch, dass durch eine weitere Person die Ursprungsfährte überquert wird und somit für den Hund eine Verleitungs- bzw. Ablenkungsspur gelegt wird.

Der Gebrauchshund ist ein leistungsfähiger Arbeitshund, der durch seine Triebe und durch seine körperliche bzw. seelische Verfassung vom Mensch für verschiedene Aufgaben ausgebildet und eingesetzt werden kann. Er zeichnet sich durch Sozialverhalten, Intelligenz, Nervenstärke und entsprechende Triebveranlagungen aus und ist deshalb etwas besonderes. Aus diesen Gründen gilt es dieses Kulturgut zu erhalten. Besonders die Vielseitigkeitsprüfung mit ihren drei Sparten - Fährte, Unterordnung und Schutzdienst - ist hervorragend geeignet, um durch Ausbildung, Sichtung, Selektion und Zucht die Eigenschaften eines Gebrauchshundes zu festigen. Die Ausbildung eines Gebrauchshundes erfordert viel Zeit, Wissen von verschiedenen Verhaltensweisen des Hundes, Selbstdisziplin, Geduld, Einfühlungsvermögen und nicht zu letzt Verantwortungsgefühl.

Die Fährtenarbeit, bei der ein Hund der Spur einer Person folgen, Gegenstände finden und durch entsprechendes Verhalten anzeigen muss, stellt hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Geruchsorganes, also der Nase, und auch an die Konzentrationsfähigkeit des Hundes.

Bei der Unterordnung, die die Grundlage der gesamten Ausbildung bildet, sind Lernvermögen, Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, aber auch Sozialverhalten des Hundes gefragt. Der Hund muss führig sein, das heißt, er ist bereit, die Hörzeichen des Menschen auszuführen. Das bildet die Grundlage für das Harmonische Zusammenwirken von Hund und Mensch, die somit zu einem Team werden.

Bei dem Schutzdienst, über den bislang am meisten diskutiert wird, lernt der Hund nicht etwa, wie es oft falsch dargestellt wird, einen Menschen zu beißen, sondern seinen Beute- und Aggressionstrieb artgerecht auszuleben. Der Hund lernt auch in hohen trieblichen Reizsituationen führig und kontrollierbar zu bleiben. Im Sport werden die Hunde auf den Ärmel des Helfers fixiert, außerhalb des Hundeplatzes und ohne den Ärmel wird ein ausgebildeter Sporthund keinen Menschen angreifen. Er reagiert sogar laut Statistiken wesentlich nervenfester auf neue, ungewohnte Situationen.

Alle Prüflinge konnten die Anforderungen mit der Note Gute/ Sehrgut bestehen.

SPR1 Gaby Haas Rippberg mit Ullana vom Reichertshof.

IPO2 Platz 1 Werner Geier, Walldürn, mit Vincent vom Reichershof, gefolgt Otto Kattisch, Mühlacker, mit Weiko vom Reichertshof, Henrik Kreuter, Heidersbach, mit Viktoria vom Reichertshof, und Stefan Walz, Osterburken, mit Kitty vom Haus Schulz.

IPO3. Friedrich Reichert Hettingen mit Yana vom Reichertshof (Tagessieger) und Steffen Pfeil Sindolsheim mit Riva vom Reichertshof, und Helmut Milli Hettingen mit Viko vom Reichertshof

Die Fährtenhundprüfung legte Margarete Frei mit Zunny vom Körbeltal erfolgreich ab

Bei der Abschlussbesprechung lobte der Prüfungssrichter Michael Ritzi die vorbildliche Organisation der Prüfung und dankte vor allem dem Prüfungsleiter Hans Blaha, Sigrid Meixner für die schriftliche Vorbereitung sowie allen übrigen Helfern. Ferner lobte er nochmals die gezeigten Leistungen, welche insgesamt als überdurchschnittlich zu werten sind. Im Anschluss ließ man den Tag in gemütlicher Runde im Vereinsheim in Bödigheim ausklingen.

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