Vielseitigkeitsüberprüfung der Gebrauchshunde

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Frühjahrsprüfung beim Schäferhundeverein Bödigheim

Bödigheim. Insgesamt 20 Teilnehmer stellten sich am 04./05.05.2018  den kritischen Augen von Leistungsrichter Franz Dörr aus Blumberg. Als Prüfungsleiter fungierte die  Schriftführerin der Ortsgruppe Sigrid Meixner.

Begonnen wurde die Prüfung mit der Abnahme der  Schutzhundeprüfung, welche in insgesamt 3 verschiedenen Prüfungsstufen (Schwierigkeitsgrade) abgelegt werden kann. Insgesamt hat der Hund jeweils drei Teilbereiche zu absolvieren: Fährtenarbeit, Unterordnung (Gehorsam) und das Stellen eines Scheintäters (Schutzdienst). Die Anforderungen werden je nach Art der Stufe 1-3 erschwert.

Nachfolgend stand noch eine spezielle Fährtenhundprüfungen (FH1und FH2) an, bei der der Hund eine ca. 1200 bzw 2000 Schritte lange, drei Stunden alte Fremdfährte absuchen muss. Erschwert wird die Fährte dadurch, dass durch eine weitere Person die Ursprungsfährte überquert wird und somit für den Hund eine Verleitungs- bzw. Ablenkungsspur gelegt wird.

Die Fährtenarbeit, bei der ein Hund der Spur einer Person folgen, Gegenstände finden und durch entsprechendes Verhalten anzeigen muss, stellt hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Geruchsorganes, also der Nase, und auch an die Konzentrationsfähigkeit des Hundes.

Bei der Unterordnung, die die Grundlage der gesamten Ausbildung bildet, sind Lernvermögen, Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, aber auch Sozialverhalten des Hundes gefragt. Der Hund muss führig sein, das heißt, er ist bereit, die Hörzeichen des Menschen auszuführen. Das bildet die Grundlage für das Harmonische Zusammenwirken von Hund und Mensch, die somit zu einem Team werden.

Bei dem Schutzdienst, über den bislang am meisten diskutiert wird, lernt der Hund nicht etwa, wie es oft falsch dargestellt wird, einen Menschen zu beißen, sondern seinen Beute- und Aggressionstrieb artgerecht auszuleben. Der Hund lernt auch in hohen trieblichen Reizsituationen führig und kontrollierbar zu bleiben. Im Sport werden die Hunde auf den Ärmel des Helfers fixiert, außerhalb des Hundeplatzes und ohne den Ärmel wird ein ausgebildeter Sporthund keinen Menschen angreifen. Er reagiert sogar laut Statistiken wesentlich nervenfester auf neue, ungewohnte Situationen.

Die Begleithundeprüfung legten erfolgreich ab, Nadine Lenz mit Nela, Claudia Bucher mit Yakko vom Appeltal, Peter Tholler mit Mia und Friedrich Reichert mit Hesca vom Reichertshof.

Begleithundprüfung 1 legten alle Teilnehmer mit der Note Gut ab, dies waren:Jürgen Henn mit Cora vom Casilubo Häuschen, Jan Michael Hoffmann mit Snow, Tamira Gungl mit Shadow Droll vom Wernecker Eck, Andrea Knecht mit Schico, Manuela Baumbusch mit Unkas von den Querulanten.

Begleithundeprüfung 3 legten mit der Note Gut ab: Henrik Kreuter mit Viktoria vom Reichertshof und Easy of Blue Berry Hill.

 FH 1 mit der Note sehr gut erreichte Gaby Ungerer mit Degas vom Reichertshof und Berthold Rathgeb mit Harko von der kleinen Birke

FH2 mit der Note vorzüglich Berthold Rathgeb mit Vandro von Sulzachgrund und Karl Brehm mit Iron vom Teufelshang

IOP 1 legten erfolgreich ab Friedrich Reichert mit Hesca vom Reichertshof, Cherubine Kollbach mit Gismo vom Reichertshof und Leopold Bucher mit Sonn vom Trienzbachtal

IPO3 legte mit der Note  Gut ab Noah Keil mit Eikor vom Reicherthof.

In der FPrfg.2  erreichte Gaby Haas mit Ullana vom Reichertshof die Note Gut.

Bei der Abschlussbesprechung lobte der Prüfungsrichter Franz Dörr die vorbildliche Organisation der Prüfung und dankte vor allem der Prüfungsleiterin  Sigrid Meixner für die schriftliche Vorbereitung sowie allen übrigen Helfern. Ferner lobte er nochmals die gezeigten Leistungen, welche insgesamt als überdurchschnittlich zu werten sind. Im Anschluss ließ man den Tag in gemütlicher Runde im Vereinsheim in Bödigheim ausklingen.

Friedrich Reichert

 

Die örtliche Presse RNZ berichtete hierüber in der Ausgabe vom 11.05.2018.

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