OG Prüfung mit Leistungsrichter Maximilian Seidl

Noah Schraegwand beschnitten

Vielseitigkeitsüberprüfung der Gebrauchshunde

Jugendlicher Hundeführer erreicht Höchstpunktzahl 100 Punkte/Vorzüglich  

Insgesamt 16 Teilnehmer stellten sich am 21/22.07.2017  den kritischen Augen von Leistungsrichter Maximilian Seidl aus Regensburg. Als Prüfungsleiter fungierte Tobias Erbacher. Die schriftliche Vorbereitung oblag der Schriftführerin der Ortsgruppe Sigrid Meixner u Daniela Pfeil.

Begonnen wurde die Prüfung mit der Abnahme der  Schutzhundeprüfung, welche in insgesamt 3 verschiedenen Prüfungsstufen (Schwierigkeitsgrade) abgelegt werden kann. Insgesamt hat der Hund jeweils drei Teilbereiche zu absolvieren: Fährtenarbeit, Unterordnung (Gehorsam) und das Stellen eines Scheintäters (Schutzdienst). Die Anforderungen werden je nach Art der Stufe 1-3 erschwert.

Nachfolgend stand noch eine spezielle Fährtenhundprüfungen (FH1und FH2) an, bei der der Hund eine ca. 1200 bzw 2000 Schritte lange, drei Stunden alte Fremdfährte absuchen muss. Erschwert wird die Fährte dadurch, dass durch eine weitere Person die Ursprungsfährte überquert wird und somit für den Hund eine Verleitungs- bzw. Ablenkungsspur gelegt wird.

Die Fährtenarbeit, bei der ein Hund der Spur einer Person folgen, Gegenstände finden und durch entsprechendes Verhalten anzeigen muss, stellt hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Geruchsorganes, also der Nase, und auch an die Konzentrationsfähigkeit des Hundes.

Bei der Unterordnung, die die Grundlage der gesamten Ausbildung bildet, sind Lernvermögen, Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, aber auch Sozialverhalten des Hundes gefragt. Der Hund muss führig sein, das heißt, er ist bereit, die Hörzeichen des Menschen auszuführen. Das bildet die Grundlage für das Harmonische Zusammenwirken von Hund und Mensch, die somit zu einem Team werden.

Bei dem Schutzdienst, über den bislang am meisten diskutiert wird, lernt der Hund nicht etwa, wie es oft falsch dargestellt wird, einen Menschen zu beißen, sondern seinen Beute- und Aggressionstrieb artgerecht auszuleben. Der Hund lernt auch in hohen trieblichen Reizsituationen führig und kontrollierbar zu bleiben. Im Sport werden die Hunde auf den Ärmel des Helfers fixiert, außerhalb des Hundeplatzes und ohne den Ärmel wird ein ausgebildeter Sporthund keinen Menschen angreifen. Er reagiert sogar laut Statistiken wesentlich nervenfester auf neue, ungewohnte Situationen.

Die Begleithundeprüfung legten ab:

Steffen Pfeil mit Basima vom Hitzenthaler Hof, Regine Birk mit Faris vom Pfälzer Wald,

BgH1 Werner Sigele mit Jenny vom Knopfhof

FPrf2 legten Henrik Kreuter mit Easy of Blue Berry Hill mit 97 Pkt. Note Vorzüglich ab.

IPO 1 legten Friedrich Reichert mit Greta vom Reichertshof Note Sehr gut und Brigitte Busch mit Sa Inas Pasko und Stefan Pani mit Saira vom Trienzbachtal beide Note Gut ab.

IPO 2 Josef Schiffmann mit Rosi vom Judenberg und Noah Keil mit Eiko vom Reichertshof beide Note Sehr Gut.

IPO 3 Willi Müller mit Judy vom Forstamsgarten Note Gut.

FH 1 Gabi Ungerer mit Degas vom Reichertshof 100 Punkte Josef Schiffmann mit Yogi vom Lehrbacher Schloß beide Note Vorzüglich.

FH2 Berthold Rathgeb mit Vandro vom Sulzachgrund 100 Punkte und Otto Kattisch mit Enamorado vom Reichertshof 98 Punkte,Note Vorzüglich, Henrik Kreuter mit Viky vom Reichertshof 94 Punkte und Gaby Haas mit Ulana vom Reichertshof mit 90 Punkte, beide  Note Sehr Gut ab.

Bei der Abschlussbesprechung lobte der Prüfungssrichter M. Seidl die vorbildliche Organisation der Prüfung und dankte vor allem dem Prüfungsleiter Tobias Erbacher, Sigrid Meixner Daniela Pfeil für die schriftliche Vorbereitung sowie allen übrigen Helfern. Ferner lobte er nochmals die gezeigten Leistungen, welche insgesamt als überdurchschnittlich zu werten sind. Im Anschluss ließ man den Tag in gemütlicher Runde im Vereinsheim in Bödigheim ausklingen.